Manincor

Weinbereitung

Warum wir das tun, was wir tun.

Natürlich weil wir es gern tun. Weil wir als Weinbauern Tag für Tag in Kontakt mit der Natur sein dürfen. Aber auch: weil wir mit Leidenschaft Wein machen. Wie wir das tun, davon hier.

Vinifikation und Ausbau. Die Arbeit im Keller soll sich soweit wie möglich darauf beschränken, den Trauben das zu ermöglichen, was sie auf ganz natürliche Weise ohnehin tun.

Vergärung, Ausbau und Verarbeitung der Weine geschehen bei uns mit einem Minimum an Eingriffen. Der neue Keller hat in diesem Sinne ein Paradoxon möglich gemacht: Dank der mächtigen Betonstruktur kommt die Natur mehr denn je zu ihrem Recht. Das Traubengut wird bei der Ernte von Hand streng selektiert und ins oberste Kellergeschoss eingebracht. Bei der restlichen Verarbeitung bewegen sich Trauben, Maische, Most oder Wein ohne Pumpen, durch die Schwerkraft über drei Stockwerke nach unten, wo die Pressen stehen. Mechanische Verletzungen von Schalen und Kernen werden so vermieden.

Unsere Weine vergären spontan, durch die natürlichen Hefen aus dem Weingarten. Bio-Reinzuchthefen werden nur in Ausnahmefällen zugesetzt. Das Herz des Rotweingärkellers bilden die offenen Gärständer, in denen die Extraktion aus den Schalen äußerst vorsichtig und delikat erfolgt. Die Weißweine gären und lagern in ovalen Eichenfässern von 12 bis 30 hl. Auch im Keller arbeiten wir nach biodynamischen Richtlinien und mit Respekt vor den Kräften der Natur. Abstiche und Füllungen werden nach den rhythmischen Zyklen des Mondes geplant und durchgeführt. Dies führt zu weniger Stress für den Wein, mit dem Resultat einer harmonischen Entwicklung mit besserer Lagerfähigkeit.

Wir schätzen unsere vielen unterschiedlichen Lagen und bauen jeden Weinberg getrennt aus. Die besten in jedem Jahr kommen als Herzweine in die Flasche. Ausnahmequalitäten zur Krönung von perfekten Jahrgängen sind unsere Kroneweine. Neben unseren klassischen Sorten Weißburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Goldmuskateller, Vernatsch, Lagrein und Pinot Noir sind unsere Cuvées spezielle Kompositionen, die die Besonderheiten der Manincor-Lagen auf individuelle Art zum Ausdruck bringen: Réserve della Contessa für Terlan, Réserve del Conte, Cassiano und Castel Campan für Kaltern. Jahrgangsunterschiede spielen eine große Rolle und sind ein wichtiger Teil der Weinpersönlichkeit.

Eine Besonderheit auf Manincor ist das Holz aus dem eigenen Eichenwald um die Leuchtenburg. Eichendauben aus Beständen unserer Familienwälder lagern zum Trocknen im Manincorhof. Daraus werden jedes Jahr ein guter Teil unserer Fässer gemacht. Drei Jahre sind die Hölzer mit unserem besonderen Stapelsystem Wind und Wetter ausgesetzt. Dadurch können wir auf starke Toastung verzichten und erhalten Fässer, in denen unsere Weine unverfälscht reifen können. Unsere Fässer respektieren den territorialen Charakter unserer Weine nicht nur, sie unterstützen ihn zusehends.